Berliner Testament: Masse statt Klasse? 

 

Guten Tag, 

das Berliner Testament ist in Deutschland die häufigste Form der letztwilligen Verfügung unter Ehegatten. Grundsätzlich ist es der Wunsch der Ehegatten, sich gegenseitig als Erben einzusetzen (1. Erbgang). Anschließend (2. Erbgang) sollen die gemeinsamen Kinder das Vermögen erben. Dies wird mit Hilfe des Berliner Testaments gesteuert. Dabei sind die Kinder die Schlusserben. 

Diese Gestaltung ist jedoch im Hinblick auf die Erbschaftsteuer nachteilig, da die Freibeträge der Kinder im 1. Erbgang wegfallen. Dieser einschneidende steuerrechtliche Nachteil kann jedoch durch folgende Gestaltung vermieden werden: Weisen Sie Ihren Kindern ein Vermächtnis zu, das Sie in Höhe der gesetzlichen Freibeträge ausgestalten. Die Fälligkeit des Vermächtnisanspruchs verschieben Sie in die Zukunft, z.B. in 20 Jahren. Flankieren Sie diese Maßnahme mit einer Verzichtserklärung (durch die Kinder) auf die Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs. 

Die Praxis zeigt, dass das Instrumentarium ’’Vermächtnis’’ zur Nutzung der erbschaftsteuerlichen Freibeträge im 1. Erbgang bisher nur wenig verbreitet ist. An dieser Stelle wird wieder die Notwendigkeit fachkompetenter Beratung deutlich. 


Weniger Steuern ...
 

... und eine gute Zeit! 

Ihr Hartmann + Hübner – Team 

 

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