Was tun, wenn der Betriebsprüfer nervt? 

 

Guten Tag, 

eine Betriebsprüfung ist belastend: Sie kostet Zeit, Nerven und Geld. Und wenn der Betriebsprüfer dann auch noch nervt, drängt sich die Frage auf, wie werde ich ihn wieder los? 

Zugegeben, es ist selten geworden, dass ein Betriebsprüfer die Sachebene aus den Augen verliert und die persönliche Auseinandersetzung in den Vordergrund rückt. Ganz aus der Welt ist die Pflege der Animositäten jedoch nicht, und das nervt dann wirklich. 

Reflexartig kommen uns Beschwerde, Dienstaufsichtsbeschwerde und Sachaufsichtsbeschwerde in den Sinn. Wer eine dieser Beschwerden gegenüber einer Behörde schon mal eingereicht hat, weiß um die Erfolglosigkeit. Nicht umsonst spricht der Volksmund insoweit von den drei kleinen "f": formlos, fristlos und fruchtlos. 

Wir können uns die Energie – für welche Beschwerde auch immer – sparen. Der Vorgesetzte des Betriebsprüfers, der Sachgebietsleiter, wird seinen Mitarbeiter in Schutz nehmen. Der Vorgesetzte des Sachgebietsleiters, der Vorsteher des Finanzamts, hat nicht einmal Lust, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wir belasten also auf Jahre das Klima zwischen Finanzamt und Steuerbürger, ohne damit etwas erreicht zu haben. 

Die Alternative sehen wir in einem Antrag wegen "Besorgnis der Befangenheit". In diesem Antrag ist – sachlich – zu schildern, warum ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Betriebsprüfers zu rechtfertigen. Gelingt das, wird sich sein Vorgesetzter für die Ablösung des Prüfers durch einen Kollegen entscheiden. 

Von dem neuen Betriebsprüfer werden Sie ganz sicher keine Geschenke erhalten. Er wird sich jedoch auf der Sachebene bewegen und Ihnen darüber hinaus Respekt zollen, dass Sie es geschafft haben, seinen Kollegen, der die Sachebene verlassen hat, rauszukicken. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team 

 

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