Fiskus sponsert zweites Urlaubsgeld 

 

Guten Tag, 

regelmäßig werden wir von unseren selbständigen Mandanten gefragt, welche Leistungen sie ihren Mitarbeiter/innen steuerfrei oder steuerbegünstigt zukommen lassen können. Die wenigen Möglichkeiten, die es noch gibt, sind hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist jedoch die so genannte Erholungsbeihilfe: 

Unter einer Erholungsbeihilfe versteht man Bar- oder Sachbezüge eines Arbeitnehmers, die vom Arbeitgeber als Zuschuss zu seinen Erholungskosten erbracht werden. Da auch der reguläre Urlaub eine Erholungsmaßnahme darstellt, darf der Arbeitgeber folgende Beträge auszahlen:

  • € 156 pro Arbeitnehmer
  • € 104 zusätzlich für den Ehegatten des Arbeitnehmers
  • € 52 zusätzlich für jedes Kind des Arbeitnehmers

Bei diesen Beträgen handelt es sich um Jahresbeträge, so dass die Arbeitnehmer jährlich in ihren Genuss kommen können. Voraussetzungen:

  • Der Arbeitgeber übernimmt im Wege der Pauschalierung die darauf entfallende Lohnsteuer (25% + Kirchensteuer + Solidaritätszuschlag). Besonderes Bonbon: Die Erholungsbeihilfen unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht.
  • Die Erholungsbeihilfe muss zusätzlich zum Arbeitslohn ausgezahlt werden. Eine so genannte Entgeltumwandlung ist hier nicht zulässig.
  • Die Erholungsbeihilfe ist in zeitlichem Zusammenhang mit einer Erholungsmaßnahme (Urlaub) auszuzahlen. Die Finanzverwaltung hält es insoweit für ausreichend, wenn die Auszahlung an den Arbeitnehmer innerhalb von drei Monaten vor bzw. nach seinem Urlaub ausgezahlt wird.

Wenn Sie diese Zeilen als Arbeitgeber lesen, und Ihren Mitarbeiter/innen noch etwas Gutes tun wollen, so sprechen Sie uns gerne auf die Modalitäten an. Lesen Sie dies als Arbeitnehmer/in, sondieren Sie einfach die Bereitschaft Ihres Arbeitgebers, sich mit dem Thema steuerbegünstigte Erholungsbeihilfe zu beschäftigen. Auch insoweit helfen wir gerne weiter. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team 

 

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