Kinderzuschuss statt Urlaubsgeld spart Lohnsteuer 

 

Guten Tag, 

pünktlich zum Sommerbeginn haben wir Ihnen mit unserer H + H - Info vom 01.07.10 die nahezu unbekannte steuerbegünstigte Erholungsbeihilfe als ,,zweites Urlaubsgeld’’ vorgestellt. Während die Erholungsbeihilfe jedem Mitarbeiter gewährt werden kann, gibt es den Kinderzuschuss ausschließlich für Mitarbeiter zur Unterbringung, Betreuung und Verpflegung ihrer nicht schulpflichtigen Kinder. Die dafür zusätzlich zum Gehalt erbrachten Leistungen des Arbeitgebers sind steuerfrei. Die Gebühren für Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen sowie für Kinderhort und Tagesmütter dürfen also vom Arbeitgeber übernommen werden, ohne dass Lohnsteuer dafür anfällt. 

Wie sieht es nun aus, wenn diese Zahlungen nicht zusätzlich zum Gehalt erbracht werden, sondern im Wege der Gehaltsumwandlung? Unser höchstes Steuergericht, der Bundesfinanzhof (BFH), hat nun auch die Steuerfreiheit gewährt, wenn der Mitarbeiter bislang steuerpflichtige Zulagen über Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Jahresgratifikation in einen Zuschuss für die eigenen Kinder umwandelt. In diesem Fall ist der Steuervorteil sogar noch etwas größer, da im Regelfall die Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Jahresgratifikation) zu einer höheren Steuerprogression führen. 

Kein Licht ohne Schatten: Diese Sonderzahlungen können nur dann umgewandelt werden, wenn es sich um freiwillig geleistete Sonderzahlungen handelt. Hat der Mitarbeiter einen verbindlichen Rechtsanspruch, etwa ein tariflich zugesichertes Urlaubsgeld, so lässt sich dieses nicht in steuerfreie Zuschüsse umwandeln. Es kommt also auf den arbeitsvertraglichen Anspruch auf die Sonderzahlung an. 

Der Arbeitgeber darf den Zuschuss in bar auszahlen, sofern ihm der Mitarbeiter den Nachweis über die angefallenen Kosten zur Verfügung stellt. Eine betragsmäßige Begrenzung ist hierbei nicht vorgesehen. Das wünschen wir uns öfter :-). 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team

 

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