Reisekosten ab 2008 

 

Guten Tag,

die Neuregelung der Reisekosten, zu denen Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Übernachtungskosten und Reisenebenkosten (wie z. B. Ferngespräche, Aufbewahrung von Gepäckstücken, Parkplatzgebühren usw.) zählen, ist zum 01.01.2008 in Kraft getreten. Folgende Änderungen sind zu beachten.

  1. Beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit

    Es entfällt zukünftig die Unterscheidung zwischen Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit (z. B. Bauarbeiter) und Fahrtätigkeit (z. B. Busfahrer) und die daran geknüpften Regelungen.

    Es gibt zukünftig nur noch beruflich veranlasste Auswärtstätigkeiten, die zum Abzug von Reisekosten berechtigen.
  2. Begriff „regelmäßige Arbeitsstätte“

    Wenn ein Arbeitnehmer durchschnittlich an einem Arbeitstag je Arbeitswoche im Jahr den Betrieb aufsucht (unabhängig von der Zeitdauer), so begründet er dort seine regelmäßige Arbeitsstätte.

    Die Fahrten dorthin kann er dann nicht als Fahrtkosten i. R. einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit absetzen, sondern nur mit der Entfernungspauschale (ab dem 21. Kilometer – strittig!) abrechnen.
  3. Drei-Monatsfrist

    Die Fahrt-/Übernachtungskosten können bei befristeter Auswärtstätigkeit zukünftig auch über drei Monate hinaus abgerechnet werden.

    Lediglich die Verpflegungspauschalen (s. u.) entfallen nach dem Ablauf von drei Monaten.
  4. Verpflegungspauschalen bei Inlandsreisen

    Es bleibt bei der alten Staffel von

    24 Std. = € 24
    > 14 - 24 Std. = € 12
    > 8 – 14 Std. = € 6
  5. Verpflegungspauschalen für Auslandsreisen

    Hier gilt nach wie vor die tabellarische Aufstellung, die nach Ländern differenziert.
  6. 30 km-Grenze

    Es entfällt zukünftig die 30 km-Grenze, die nach altem Recht zum Ansatz der Entfernungspauschale bei Einsatzwechseltätigkeit geführt hat, wenn sie unterschritten wurde.

    Generell werden ab 01.01.2008 € 0,30 pro km unabhängig von der Entfernung bei allen Fahrtkosten im Zusammenhang mit beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten gewährt.
  7. Übernachtungskosten bei Inlandsreisen

    Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer einen steuerfreien pauschalen Satz i. H. v. € 20 pro Übernachtung gewähren.

    Statt der Pauschalen kann der Arbeitgeber auch die Kosten in Höhe des Einzelnachweises erstatten.

    Der Arbeitnehmer kann jedoch nur in Höhe der tatsächlich nachgewiesenen Kosten einen Werbungskostenabzug geltend machen. Dies gilt natürlich nur in der Höhe, in der er vom Arbeitgeber keinen steuerfreien Ersatz erhalten hat.
  8. Übernachtungskosten bei Auslandsreisen

    Hier gilt die gleiche Regelung wie im Inland. Die Pauschsätze für den Arbeitgeber richten sich nach dem jeweiligen Reiseland.
  9. Kürzung von Verpflegungskosten bei „Gesamtrechnungen“ in Hotels

    Sollte in einer Hotelrechnung ein Pauschbetrag für Unterkunft und Verpflegung angegeben sein, so wird der Betrag für die Übernachtungskosten wie folgt ermittelt.

    Ist bei einer 24-stündigen Geschäftsreise das Frühstück im Preis enthalten, so werden 20% des zutreffenden Verpflegungspauschbetrages (im Inland also 20% von € 24 = € 4,80) von der Gesamtrechnung in Abzug gebracht.

    Ist auch das Mittag- und/oder Abendessen enthalten, so werden jeweils 40% des maßgebenden Pauschbetrages (im Beispiel 40% von € 24 = € 9,60) in Abzug gebracht. Der verbleibende Betrag gilt für den Ansatz der Übernachtungskosten.

    Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Seite!


Weniger Steuern ...

... und eine gute Zeit!

Ihr Hartmann + Hübner – Team

 

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