SEPA, IBAN und BIC – „Was geht mich das an?“ 

 

Guten Tag, 

Zur Vereinheitlichung des Europäischen Zahlungsverkehrs wird 2013 verbindlich das SEPA- Verfahren (Single Euro Payments Area) eingeführt. Diese Nummern existieren zwar bereits seit 2008 im gesamten Euroraum, waren aber bislang nur für Auslandszahlungen obligatorisch.
Ähnlich wie bei der Umstellung auf fünfstellige Postleitzahlen können sie gar nicht anders, als sich damit zu arrangieren. 

So wird es zukünftig statt der vertrauten Kontonummer eine 22-stellige IBAN (International Bank Account Number) geben. 

Sie setzt sich aus vier Teilen zusammen, einem Länderkürzel, einer Prüfziffer, der achtstelligen Bankleitzahl und einer zehnstelligen Kontonummer. 

Die beteiligten Kreditinstitute werden anhand des elfstelligen BIC (Bank Identifier Code) verschlüsselt. Auch diese Kombination von Zeichen setzt sich aus vier Bereichen zusammen. Einem Kürzel für das Kreditinstitut, einer Länderkennung, einer Orts- bzw. Regionsangabe und einer Filialbezeichnung. 

Ziel dieser Aktion ist es, den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen und damit zu vereinfachen. 

Bis zum Umstellungsvergehen dauert es zwar noch einige Monate, dennoch sollten sie rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass u.a. folgende Maßnahmen eingeleitet werden, damit der Zahlungsverkehr ab 2013 auch reibungslos funktionieren kann.

  • Checkliste zur Umstellung erstellen mit to do‘s
  • Einen verantwortlichen Mitarbeiter im Unternehmen benennen
  • Eigene IBAN und BIC an Geschäftsfreunde weitergeben (z.B. auf Geschäftsbriefen und Rechnungen)
  • IBAN und BIC von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern sammeln
  • Umstellungsdatum Ihrer Geschäftsfreunde erfragen ( zur Zeit läuft eine zweigleisige Übergangsphase, in der sie sowohl die alten als auch neuen Nummern verwenden können)
  • Neue Daten in Ihr Finanzbuchhaltungssystem einpflegen

Das SEPA- Lastschrifteneinzugsverfahren wird erst Anfang 2014 eingeführt. Offen ist derzeit noch, ob die bisher erteilten Einzugsermächtigungen auch weiterhin Ihre rechtliche Gültigkeit behalten. Im schlimmsten Fall müssten von allen Kunden neue Einverständniserklärungen eingeholt werden, auf denen die Daten zur IBAN und zum BIC enthalten sind. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen

Ihr Hartmann + Hübner – Team

 

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