Fachliteratur – Dauerbrenner der Rechtsprechung 

 

Guten Tag, 

mit unserer H + H- Info vom 15.11.2010 konnten wir Ihnen zuletzt ein im Tenor erfreuliches Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zur steuerlichen Anerkennung von Büchern und Zeitschriften vorstellen. 

Anlässlich der Klage eines Anwalts und einer Lehrerin hat der BFH sich zu den Grundsätzen der Anerkennung von Fachliteratur erneut geäußert. Demnach müssen Sie

  • eine Quittung vorlegen, aus der
  • sich der Name des Erwerbers und
  • der Titel des angeschafften Buches ergibt und
  • einen Zahlungsnachweis, etwa Kontoauszug oder Kassenquittung

Nur wenn alle Voraussetzungen gemeinsam erfüllt sind, können die Aufwendungen steuermindernd geltend gemacht werden. 

Ob die Anforderungen in der Praxis zukünftig in aller Konsequenz umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Zu Ihrer Sicherheit empfehlen wir Ihnen doch, alle drei Voraussetzungen zu erfüllen. 

Der BFH möchte hiermit bestimmten Gepflogenheiten der Praxis entgegen treten. So gab es Steuerpflichtige, die nach dem Rückerhalt ihrer Belege vom Finanzamt diese an Kollegen weitergereicht haben. Über das Internet konnte man gewünschte Quittungen über z. B. € 200 für € 20 erwerben. Und nicht jede Quittung ist durch die Kasse des Buchhändlers gelaufen. 

Zukünftig wird solches Vorgehen als Ordnungswidrigkeit gewertet und kann mit einer Geldbuße bis zu € 5.000 bestraft werden. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team

 

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