Umsatzsteuer-Falle bei Kfz-Veräußerung 

 

Guten Tag, 

sie kennen folgende Situation. 

Sie können günstig ein Kfz aus dem Privatvermögen einer anderen Person erwerben. Der Nachteil nur: Sie können keine Vorsteuer geltend machen. 

Das Gleiche gilt, wenn Sie ein Fahrzeug im Rahmen der sogenannten Differenzbesteuerung erworben haben. 

Das Erstaunen kommt meist später! Bei der Veräußerung des Kfz sind Sie verpflichtet, aus dem Kaufpreis in voller Höhe die Umsatzsteuer heraus zu rechnen und an das Finanzamt abzuführen. Dies ist auf ein BFH-Urteil vom 31.01.02 in Anlehnung an die Rechtsprechung des EuGH zurück zu führen. 

Um aus dieser Situation ,,heil’’ herauszukommen, gibt es folgende Gestaltungsmöglichkeit: 

Zuerst entnehmen Sie das Fahrzeug ins Privatvermögen. Die anschließende Veräußerung im Privatvermögen unterliegt nicht der Umsatzsteuer. 

Sollten Sie in der Rechtsform der GbR agieren, achten Sie darauf, dass nicht die GbR das Fahrzeug ins Privatvermögen übernehmen kann, da sie laut Rechtsprechung keine Privatsphäre besitzt. Hier empfiehlt es sich zunächst, das Fahrzeug von einem Gesellschafter in dessen Privatvermögen zu überführen und danach umsatzsteuerfrei zu veräußern. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team

 

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