Erleichterte Anerkennung von Büchern und Zeitschriften als Arbeitsmittel 

 

Guten Tag, 

ein Lehrer hat seinen Unmut über die fehlende Anerkennung von Büchern und Zeitschriften Luft gemacht und ein positives Urteil beim Bundesfinanzhof (BFH Az VI R 53/09 vom 20.05.10) erstritten. 

Der BFH stellt klar, dass auch Zeitschriften und Bücher, die ausschließlich oder zumindest weitestgehend beruflich genutzt werden als Arbeitsmittel zu erfassen sind. 

Im Einzelnen führt der BFH aus, dass die Eigenschaft eines Buches nicht ausschließlich danach zu bestimmen ist, in welchem Unfang und in welcher Häufigkeit dieses Arbeitsmittel Eingang in den abgehaltenen Unterricht gefunden hat. 

Auch die Verwendung der Literatur zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung oder die Anschaffung von Büchern und Zeitschriften für eine Unterrichtseinheit, die nicht abgehalten worden ist, kann eine ausschließliche oder zumindest weitaus überwiegend berufliche Nutzung begründen. 

Die Finanzverwaltung kann die Anerkennung der Literatur nicht mit der Begründung versagen, dass auch viele andere Steuerzahler diese Literatur verwenden, auch wenn diese keine berufliche Nutzung dafür haben. 

So steht auch ein außerschulisches Interesse an den betreffenden Themen der beruflichen Veranlassung nicht entgegen. 

Damit auch Sie in den Genuss dieser Rechtsprechung kommen, ist es in jedem Einzelfall (bei jedem Buch, bei jeder Zeitschrift) notwendig, den beruflichen Zusammenhang herzustellen. 

Sollte dies nicht gelingen, lassen sich die Kosten zumindest in abziehbare und nicht abziehbare Aufwendungen aufteilen, wenn die Verwendung nicht überwiegend der privaten Lebensführung dient. 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team 

 

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