Steuervereinfachungsgesetz 2011 verabschiedet 

 

Guten Tag, 

auf folgende Änderungen dürfen wir uns durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 einstellen:

  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wurde „großzügig“ von € 920 auf € 1.000 erhöht. 
  • Bei der verbilligten Vermietung einer Wohnung kannten wir bislang eine „3-Klassen-Gesellschaft“. Bei Mieteinnahmen in Höhe von 56% wurden die Werbungskosten entsprechend gekürzt, bei einer Miete zwischen 56% und 75% musste man auf Verlangen der Finanzverwaltung eine Total-Überschussprognose vorlegen, um eine Kürzung der Werbungskosten zu vermeiden. Diese sehr aufwendige Berechnungsmethode, der eine Vorausberechnung von 30 Jahren zugrunde lag, wurde nun aufgegeben. Zukünftig können Sie Ihre Werbungskosten dann voll in Abzug bringen, wenn Sie mehr als 66% der ortstypischen Miete vereinnahmen. Liegen Sie darunter, erfolgt eine anteilige Kürzung.
    Gerne sind wir Ihnen bei der Überprüfung behilflich.
  • Die vermeidliche Vereinfachung der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen mit 25% hatte zahlreiche Sonderregelungen im Gefolge. So mussten u.a. dann Kapitalerträge trotz der Pauschalbesteuerung ermittelt werden, um außergewöhnliche Belastungen oder Spenden geltend machen zu können. Hierauf verzichtet das Finanzamt in Zukunft. 
  • Bei der Ermittlung des Anspruchs auf Kindergeld bzw. -freibeträge verzichtet das Finanzamt zukünftig auf die Überprüfung der Einkünfte und Bezüge der betroffenen Kinder. Kleiner Wehrmutstropfen dabei ist, dass zukünftig nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung unterstellt wird, dass das Kind ab dann selbst in der Lage ist, sich zu unterhalten. Sollten Sie weiterhin in den Genuss des Kindergeldes bzw. -freibetrages kommen wollen, müssen Sie diese Unterstellungen des Finanzamtes widerlegen. 

Herbert Grönemeyer hat sie besungen. Die Currywurst! Sicherlich wussten Sie, dass bei einem Verzehr vor Ort das Finanzamt 19% aus dem Kaufpreis an Umsatzsteuer verlangt, bei der Mitnahme jedoch nur 7%. Nunmehr hat der BFH entschieden, dass bei einem Verzehr, der nur im Stehen möglich ist, auch der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt. Guten Appetit! 


Eine gute Zeit wünscht Ihnen 

Ihr Hartmann + Hübner – Team 

 

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